Cloppenburg, 7. Juni 2026. In einem feierlichen Gottesdienst in der Kirchenmensa des St. Vincenzhauses empfingen am Freitag elf Jugendliche das Sakrament der Firmung. Den Gottesdienst feierten die Schulgemeinschaft, Familien und Freunde der Firmlinge sowie die Klasse der BBS mit. Darauf vorbereitet hatten sich die Firmlinge unter anderem während einer gemeinsamen Woche in Frankreich. Pastoralreferent Manfred Quatmann und Lehrerin Anke Lürssen hatten die Fahrt nach Taizé für eine Klasse der Berufsbildenden Schulen (BBS) sowie die Schülerinnen und Schüler der Schule St. Vincenzhaus organisiert.
Auf die Zeit blickte Quatmann im Gottesdienst zurück. Die Gruppe habe gemeinsam gebetet, gespielt, gesungen und so den Glauben und eine tiefe Gemeinschaft erlebt. Weihbischof Wilfried Theising knüpfte in seiner Predigt daran an. Taizé zeigt uns, dass Menschen zusammengehören und man „zusammen immer stärker ist als allein“, sagte er. „Da habt ihr etwas erfahren von dem, was der Heilige Geist und was Gemeinschaft bedeuten, wenn der Geist Gottes uns zusammenbringt“, predigte der Geistliche.
Theising beschrieb die Elemente der Firmung und hob dabei die bleibende Bedeutung der Paten hervor. Die Paten seien „nicht nur für heute, sondern für die Zukunft, für ein Leben!“ Auf sie könne man sich immer verlassen, auch wenn es schwierig werde.
Der katholische Priester erklärte auch, dass er den Jugendlichen während der Spendung der Firmung die Hand auf die Stirn legen werde. „Das ist das Zeichen, dass der Heilige Geist auf uns herabkommt.“ Die darauffolgende Salbung mit dem kostbaren Chrisamöl zeige, dass in der Kirche jede und jeder wichtig sei. Das äußere Zeichen des duftenden Öls verfliege zwar mit der Zeit, doch die Zusage Gottes bleibe innerlich bestehen. Er wünschte den Neugefirmten, dass sie die stärkende Kraft Gottes, die Zuversicht, Hoffnung, Mut, Geborgenheit, Freiheit und Frieden schenkt, stets in ihrem Leben spüren.
Während der Spendung der Firmung bemerkte Theising die gute Laune der Jugendlichen und ihr freudiges Lachen. „Das Strahlen kommt vom Heiligen Geist,“ sagte Theising erfreut.
Die Schule St. Vincenzhaus ist eine Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen und Geistige Entwicklung mit dem Angebot, Schülerinnen und Schüler auch in Wohngruppen aufnehmen zu können. Rund 175 Kinder und Jugendliche werden zurzeit beschult, davon leben ca. 90 in der Einrichtung.

