Wenn schweißtreibender Sport so viel Spaß macht und Gutes bewegt, dass Menschen dafür Schlange stehen – dann ist der Katholikentagsstand des Bistums Münster eröffnet. Beim 104. Deutschen Katholikentag, der von Mittwoch bis Sonntag, 13. bis 17. Mai, in Würzburg stattfindet, startete an Christi Himmelfahrt die Kirchenmeile. Auf dieser ist das Bistum mit einem Stand im Zelt der norddeutschen Bistümer vertreten. Auch der ernannte Bischof von Münster Heiner Wilmer besuchte den Stand.
An diesem Stand, den sieben Helferinnen und Helfer in Schichten betreuen, können die Besucherinnen und Besucher wie schon beim vorherigen Katholikentag in Erfurt auf zwei Laufbändern Strecke machen. Pro Kilometer spendet das Bistum zehn Euro für das Projekt „Kryla (Flügel) – Zentren für soziale und psychologische Unterstützung“ im Exarchat Donezk der Ukrainischen Griechisch‑Katholischen Kirche (UGKK), die Treffen für alleinlebende Frauen der kfd St. Ludwig Ibbenbüren sowie das Angebot [U25] der Caritas Münster zur Suizidprävention.
Die Besucher entscheiden selbst, welchem der Projekte ihr Lauf zugutekommt. Außerdem gehören eine Fotobox und viele Gesprächsmöglichkeiten zum Angebot am Bistumsstand, an dem außerdem auch sieben Mitglieder des Diözesankomitees wechselweise für die Katholikentagsgäste da sind.
„Wir hatten schon 20 Minuten vor der offiziellen Eröffnung mit Johann und Marie zwei Geschwisterkinder am Start, die die Laufbänder noch aus Erfurt kannten und uns gezielt gesucht haben. Seitdem ist der Andrang nicht mehr abgerissen“, freute sich Marleen Michel schon am Mittag. Als Eventmanagerin des Bistums Münster verantwortet sie die Gestaltung und Organisation des Standes.
Einer ihrer fleißigen Helfer, Diözesanrichter Benedict Gläser aus Münster, hatte ebenfalls wegen der starken Nachfrage besondere Freude an seinem Dienst: „Der Puls ist heute Morgen direkt hoch, von Anfang an waren die Laufbänder voll mit Jung und Alt, es gibt keinen Stillstand.“ Er sei froh, dabei unterstützen zu können.
„In Schweiß kommen“ wollte er nicht, aber immerhin 300 Meter absolvierte Bischof Wilmer, an Christi-Himmelfahrt auf dem Laufband. Dann widmete sich Wilmer lieber dem eigentlichen Zweck seines Besuches am Bistumsstand: dem Gespräch mit und dem Kennenlernen von Menschen.
Der jetzige Bischof von Hildesheim hatte im gemeinsamen Zelt der norddeutschen Bistümer zunächst den Stand seines jetzigen Bistums besucht, danach einen Zeltrundgang unternommen, bis er schließlich zu den Münsteraner Laufbändern gekommen war. „Die Atmosphäre hier am Stand ist sehr schnell, das Bild einer Kirche, die nicht stillsteht, die unterwegs ist“, sagte Wilmer augenzwinkernd nach seinem Sprint. Ebenso positiv beschrieb er, der zugleich Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) ist, die Atmosphäre beim Katholikentag: „Es ist großartig, wie ein großes Familientreffen. Es ist wunderbar, hier zu sein, und es ist genial, Kirche zu sein.“
