Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit gut 100 Jahren für den Weltgebetstag. Rund um den 6. März 2026 werden allein in Deutschland hunderttausende Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder die Gottesdienste und Veranstaltungen zum Weltgebetstag besuchen: Gemeinsam mit Christinnen und Christen auf der ganzen Welt gestalten auch die Frauen im Oldenburger Land diesen besonderen Tag.
Eingeladen wird zu 45 Veranstaltungen von Ahlhorn bis Wilhelmshaven. „Wir hören die Stimmen aus Nigeria, lassen uns von ihrer Stärke inspirieren und bringen unsere eigenen Lasten vor Gott“, erklärt Mechtild Pille, Leiterin des Referats Verbände im Bischöflich Münsterschen Offizialat. „Es ist eine Einladung zur Solidarität, zum Gebet und zur Hoffnung. Seid willkommen, wie ihr seid!“
Über die örtliche Presse wird zu weiteren Veranstaltungen eingeladen. Eine Anmeldung ist in der Regel nicht notwendig.
Beispiele aus den Regionen, die vollständige Liste finden Sie im Anhang:
Raum Oldenburg:
- Oldenburg-Dietrichsfeld (Martin-Luther-Kirche, 17:30 Uhr): mit musikalischer Gestaltung durch eine Combo unter der Leitung von Gerold Bartels. Nach dem Gottesdienst wird ein Imbiss mit Spezialitäten aus Nigeria angeboten – passend zum Fokusland des Weltgebetstags
- Bockhorn (St. Maria im Hilgenholt, 18:00 Uhr): Ökumenischer Gottesdienst in der Friesischen Wehde mit anschließender „Zeit für Begegnung" im katholischen Pfarrheim
- Cloppenburg (St. Andreas, 18:00 Uhr) mit anschließender Begegnung
- Emstek (St. Laurentius, 18:30 Uhr): Gottesdienst mit Beisammensein in der Mensa der gegenüberliegenden Schule
- Jever (Bethaus der Baptisten, 17:00 Uhr): Ökumenischer Gottesdienst mit gemeinsamem Imbiss
- Ganderkesee (St. Hedwig, 19:00 Uhr): Ökumenischer Gottesdienst der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Ganderkesee und Schönemoor sowie der katholischen Kirchengemeinde St. Hedwig
- Delmenhorst (Ev.-Luth. Stadtkirche, 17:00 Uhr) mit gemütlichem Beisammensein im Gemeindehaus
Hintergrund zu Nigeria:
Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas – vielfältig, dynamisch und voller Kontraste. Mit über 230 Millionen Menschen vereint der „afrikanische Riese“ über 250 Ethnien mit mehr als 500 gesprochenen Sprachen. Die drei größten Ethnien sind Yoruba, Igbo und Hausa, aufgeteilt in den muslimisch geprägten Norden und den christlichen Süden. Außerdem hat Nigeria eine der jüngsten Bevölkerungen weltweit, nur 3% sind über 65 Jahre alt. Dank der Öl-Industrie ist das Land wirtschaftlich stark, mit boomender Film- und Musikindustrie. Reichtum und Macht sind jedoch sehr ungleich verteilt.
In Nigeria werden Lasten von Männern, Kindern vor allem aber von Frauen auf dem Kopf transportiert. Doch es gibt auch unsichtbare Lasten wie Armut und Gewalt. Das facettenreiche Land ist geprägt von sozialen, ethnischen und religiösen Spannungen. Islamistische Terrorgruppen wie Boko Haram verbreiten Angst und Schrecken. Die korrupten Regierungen kommen weder dagegen an, noch sorgen sie für verlässliche Infrastruktur. Umweltverschmutzung durch die Ölindustrie und Klimawandel führen zu Hunger. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt sind die Folgen all dieser Katastrophen.
Hoffnung schenkt vielen Menschen in dieser existenzbedrohenden Situation ihr Glaube. Diese Hoffnung teilen uns christliche Frauen aus Nigeria mit – in Gebeten, Liedern und berührenden Lebensgeschichten. Sie berichten vom Mut alleinerziehender Mütter, von Stärke durch Gemeinschaft, vom Glauben inmitten der Angst und von der Kraft, selbst unter schwersten Bedingungen durchzuhalten und weiterzumachen.




