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Kreuz zeigen – weil Gesellschaft Haltung braucht

01. Mai 2026

Katholische Kirche, Landkreise und Stadt Cloppenburg erinnern an Kreuzkampf

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Katholische Einrichtungen aus dem Oldenburger Land, die Landkreise Cloppenburg und Vechta und die Stadt Cloppenburg möchten an die Ereignisse des Kreuzkampfs 1936 in Erinnerung halten und deutlich machen, dass Haltung und Werte zum Zusammenleben als Gesellschaft unerlässlich sind: In der Vorbereitungsgruppe arbeiten mit v.l. Pfarrer Bertold Kerkhoff (St. Andreas Cloppenburg), Stefanie Röhll (Katholische Akademie Stapelfeld KAS), Jens Kramer (Stadt Cloppenburg), P. Ludger Fortmann (Dominikanerkonvent Vechta), Sabrina Gelhaus und Thorsten Konigorski (Bischöflich Münstersches Offizialat BMO), PD Pfarrer Dr. Marc Röbel (KAS), Friederike Asbree und Dr. Markus Wonka (BMO); es fehlen Msgr. Dr. Dirk Költgen (St. Marien Bethen), sowie die Vertreter der Landkreise Cloppenburg und Vechta, Malte Blümel und Jochen Steinkamp

Vechta, Cloppenburg, Oldenburger Land, 1.5.; Als 1936 im Oldenburger Münsterland die Kreuze auf Geheiß des NS-Regimes aus den Schulen entfernt werden sollten, wurde Protest laut. Vertreter der katholischen Kirche ermutigten die Menschen. Mit einer Reihe von Aktionen zeigte die Bevölkerung deutlich, dass sie für ihren Glauben und für das Kreuz einsteht. Der Kreuzkampf wurde zum sichtbaren Zeichen einer Gesellschaft, die Haltung zeigte: Mutig, öffentlich und mit klarer Überzeugung.

 „Heute, 90 Jahre später, ist es genauso wichtig, Kreuz zu zeigen“, betont Weihbischof Wilfried Theising. „Wir möchten uns daran erinnern, wie unsere Vorfahren motiviert aus dem Glauben heraus Kreuz gezeigt haben“, ruft er auf. „Genauso wichtig ist es aber auch, in der Gegenwart neu über Haltung nachzudenken, über Glauben im öffentlichen Raum und über Verantwortung für unsere Werte!“, erklärte der Bischöfliche Offizial. 

 Um an die Ereignisse in 1936 zu erinnern und die Auseinandersetzung in der Gegenwart zu initiieren, laden die katholische Kirche im Oldenburger Land, die Landkreise Cloppenburg und Vechta sowie die Stadt Cloppenburg zur Veranstaltungsreihe „Kreuz zeigen – weil Gesellschaft Haltung braucht!“ ein. Kreuz zeigen nähert sich in rund 30 Veranstaltungen den Ereignissen von damals und den Fragen von heute – im Dialog zwischen Geschichte und Gegenwart.

„Die Bereitschaft in der Bevölkerung, aus christlicher Überzeugung Widerstand gegen die Anweisungen des NS-Regimes zu üben war ein starkes Zeichen für das Demokratieverständnis im Oldenburger Münsterland. Der Kreuzkampf war einer der Gründe, warum die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg hier erste neue Strukturen gründeten. Für uns ist dieses besondere historische Ereignis Motivation genug, die Ereignisse um den Kreuzerlass in Erinnerung zu halten und deutlich zu machen, dass Haltung und Werte zum Zusammenleben als Gesellschaft unerlässlich sind“, so die Landräte der Landkreise Cloppenburg und Vechta, Johann Wimberg und Tobias Gerdesmeyer. 

Viele Termine finden zwischen September und November 2026 statt: Auf dem Programm steht z. B. ein großer Social-Media-Wettbewerb für Teilnehmende ab 14 Jahren, der vom Bischöflich Münsterschen Offizialat, dem Institut für Katholische Theologie an der Universität Vechta und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend organisiert wird. Ein weiteres ist eine große Schulwallfahrt nach Bethen. Unter dem Titel „Denn das Wort vom Kreuz“ laden Kirchenmusiker aus der Region zu Musik und Text zum Kreuzkampfgedenken ein. Am 9. November laden die Landkreise zu einer Podiumsdiskussion zum Kreuzkampf ein und in der Sonntagsmatinee „Crux – Über die Anstößigkeit des Kreuzes“ wird in der Katholischen Akademie Stapelfeld über die Frage des Kreuzes als provokante, aber zugleich kraftvolle Quelle der Reflexion debattiert. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend lädt zu einem Workshop „Deine Haltung zählt“ für Jugendleiterinnen und Jugendleiter ein. Viele Gottesdienstangebote und Wallfahrten runden das Angebot ab.

 Mehr steht hier: www.kreuz-zeigen.de