Themen aus der Katholischen Kirche und dem Institut Katholische Theologie (IKT) der Universität Vechta sichtbarer zu machen – und damit das kirchliche Leben im Oldenburger Land zu fördern – ist eines der Ziele des nun unterzeichneten Kooperationsvertrages. Aber auch die Sichtbarkeit des IKT zu stärken und damit einen Start in das Theologiestudium an der Hochschule attraktiver zu gestalten, steht im Fokus. Das „TheoHub – Netzwerkstelle für Theologische Kommunikation“ nimmt dafür seine Arbeit auf. Damit ist es – neben anderen Initiativen, wie beispielsweise einem gemeinsam geplanten Studiengang – ein weiterer Baustein in der Zusammenarbeit zwischen Kirche und Hochschule.
„Wir sind dankbar, dass wir mit dem Offizialat und mit der Katholischen Kirche im Oldenburger Land einen starken Partner an der Seite der Universität Vechta wissen dürfen“, äußert Interimspräsident Prof. Dr. Thomas Bals. „Ohne dieses Zusammenwirken wäre Vieles im Oldenburger Münsterland und darüber hinaus nicht möglich.“
Weihbischof Wilfried Theising ergänzt: „Wir pflegen eine besondere Beziehung zwischen der Katholischen Kirche und der Universität Vechta.“ Durch das Konkordat seien die Institutionen fest verbunden. „Das große Glück dabei ist, dass in Vechta gute Lehrerinnen und Lehrer qualifiziert werden“, so der Bischöfliche Offizial. Das sei entscheidend für den Religionsunterricht. So könnten Lehrkräfte, die an der Universität Vechta katholische Religion studiert hätten, auch im neuen Schulfach „Christlicher Religionsunterricht“ lehren.
Ein erfülltes (Gemeinde-)Leben ist das Ziel der Theologie. Auch wenn Kirche und Universität unterschiedliche und autonome Arbeitsweisen, Ressourcen und Kompetenzen haben, um Menschen zu erreichen, ist das theologische Wissen für das kirchliche Leben vor Ort und das Leben im Allgemeinen relevant. Und um dieses noch besser teilen zu können, kommt das „TheoHub“ ins Spiel: Geleitet durch Jonas Benedict Breuer, Mitarbeiter aus dem IKT, und unterstützt durch Pfarrer Dr. Marc Röbel als kirchlichem Ansprechpartner entstehen hier Beiträge für digitale Plattformen – beispielsweise für eine Website oder Social-Media. Auch Informationskampagnen, Vorträge und Austauschformate stehen auf der Agenda; ebenso wie die Umsetzung von Bildungsinitiativen in Form von Social-Media-Wettbewerben, Schüler*innenakademien oder Summer- und Winterschools für Jugendliche mit Exkursionen, Workshops und Projektarbeit.
„Als ,Hub‘, d. h. als Knotenpunkt, fördert das TheoHub den Transfer theologischer Inhalte in die Öffentlichkeit. Es vernetzt die universitäre Theologie mit Menschen und Institutionen in produktiver Weise miteinander. Ziel ist es, die Theologie durch eine zeitgemäße Wissenschaftskommunikation sichtbar und verständlich zu machen“, fasst es die kommissarische Leiterin des IKT, Professorin Dott. Dr. Silvia Pellegrini, zusammen. Pfarrer Dr. Marc Röbel, Privatdozent an der Universität Vechta und Bindeglied zwischen Kirche und Universität, ergänzt: „Zwischen Kirche und Universität geht es um die weitere Vertiefung eines Dialogs.“ Solche Formate und Kooperationen seien nicht nur für die beiden Institutionen gewinnbringend, sondern hätten auch positive Effekte auf die Gesellschaft.

