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Viel Potential vorhanden

23. Februar 2026 - Vechta

Neue Lehrkräfte reflektieren Schulalltag und Konzepte kirchlicher Schulen

Foto der neuen Lehrkräfte mit Vertretern der Schulabteilung und Schulleiterin Simone Hegger-FlatkenGroßansicht öffnen

Die neuen Lehrkräfte mit Sandra Obermeyer (7.v.r.), Dr. Christan Schulte (1.v.r.) von der Schulabteilung des Offizialats und Schulleiterin Simone Hegger-Flatken (2.v.r.)

Stapelfeld, 18.02.: Eine gute Schulgemeinschaft, der wertschätzende Umgang und eine hohe Lernbereitschaft der Schülerschaft machen kirchliche Schulen für neue Lehrkräfte attraktiv. 21 von ihnen lud die Abteilung Schule des Bischöflich Münsterschen Offizialats jetzt zu einer dreitägigen Tagung in die Katholische Akademie Stapelfeld ein. Sie unterrichten an Gymnasien, Oberschulen und einer Berufsschule in Wilhelmshaven, Oldenburg, Vechta und Cloppenburg. Unter Leitung von Sandra Obermeyer tauschten sie sich mit ihren Referenten über pädagogische Konzepte, Fragen zur Schulentwicklung und das christliche Menschenbild aus.

„Mit Blick in die Runde wird mir klar, welches Potential wir haben“, sagte Simone Hegger-Flatken, Direktorin der Cloppenburger Marienschule, die über das Besondere kirchlicher Schulen sprach. „Wir orientieren uns am christlichen Menschenbild und dem Leitsatz ‚Weil Du so wertvoll bist‘. Denn wir unterrichten Menschen, keine Fächer.“ Zum Schulalltag gehöre das regelmäßige Gebet oder Gottesdienste, respektvolle Beziehungen zwischen Lehrkräften und Schülern, ein Sozialpraktikum, die Erziehung zur Selbstverantwortung, die Einhaltung von Regeln, die Einbindung der Eltern und nicht zuletzt eine Romfahrt. Mit Profilen wie Technik, Sport, Gesundheit und Soziales, Technik und Wirtschaft eine habe eine katholische Oberschule andere Strukturen als öffentliche Schulen, erklärte sie.

Lehrkräfte loben ihre Schulen
Einige der Lehrkräfte sind Berufsanfänger, andere bringen viele Jahre Berufserfahrung mit. Seit einem Jahr unterrichtet Nicola Kleber (35) an den BBS Marienhain in Vechta angehende sozialpädagogische Assistenten/innen. „Ich bin superherzlich aufgenommen und bei meinem Quereinstieg sehr gut unterstützt worden“, schwärmt die gelernte Erzieherin. Dieser Schritt wäre bei einer öffentlichen Schule so nicht möglich gewesen. „Und dabei ist ein Perspektivwechsel wertvoll, weil solche Lehrkräfte genau wissen, wovon sie reden.“

Christian Brahms hat einige Jahre an staatlichen Schulen Chemie, Physik und Technik unterrichtet. Seit eineinhalb Jahren arbeitet der 41-Jährige an der Franziskusschule in Wilhelmshaven. Die Freiheit für Lehrkräfte und Schüler im Unterricht und bei Projekten hat er schnell schätzen gelernt. „Die Schüler erfahren hier viel Berücksichtigung. Man geht mehr auf sie ein und sie bekommen mehr Chancen, wenn mal was schief geht.“

Ähnlich erlebt es Christoph Zurborg (29), der an der Liebfrauenschule Cloppenburg Englisch und Politik unterrichtet. „Wir haben eine engagierte und leistungsbereite Schülerschaft, mit der es jeden Tag unglaublich viel Spaß macht zu arbeiten. Dazu haben wir ein Kollegium, das sich sehr mit der Schule identifiziert.“ Das christliche Wertverständnis wird für ihn in erster Linie durch das Handeln der Lehrkräfte geprägt. „Meine Schule kann ich zu 100 Prozent weiterempfehlen.“

Stefanie Hoppe-Zimmermann (58), hat gerade an der Liebfrauenschule Oldenburg angefangen. Trotzdem schwärmt sie schon von ihr. Bei ihren Schülern erlebt sie eine konzentriert freundschaftliche Atmosphäre. „Schüler werden durch die tägliche Morgenimpulse in ihrer seelischen Entwicklung gefördert.“ Das Schulmotto „Begabung fördern“ passe sehr gut zu ihren Fächern Kunst und Musik. Als sie zum Jahresende die Nachricht erhalten habe, dass sie dort eine Stelle bekomme, „war das für mich das schönste Weihnachtsgeschenk.“

Ludger Heuer