Dinklage. Unter dem Titel „Dann ist keiner von uns seines Lebens mehr sicher“ lädt die Kardinal von Galen Stiftung | Burg Dinklage am Samstag, 21. März, zu einer Studientagung ein. Anlass ist der 80. Todestag des in den Räumen der heutigen Benediktinerinnenabtei geborenen Seligen Clemens August Kardinal von Galen.
„Damit wollen wir zum einen an den Mut des damaligen Bischofs von Münster erinnern, der mit seinen Predigten die grausame Praxis der Vergasung kranker, behinderter und ‚lebensunfähiger‘ Menschen anprangerte“, so der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums Dr. Stephan Siemer. Damit habe dieser sein Leben riskiert. „Gleichzeitig wollen wir mit der Tagung den Bogen schlagen zu den Themen Sterbehilfe und assistierter Suizid im Jahre 2026.“
Über den Protest von Galens in seiner Predigt vom 3. August 1941 wird ab 15 Uhr der Von Galen-Kenner Privatdozent Dr. Winfried Süß (Potsdam) referieren.
Zu den Themen Euthanasie und Sterbehilfe gibt es anschließend Kurzstatements von Stefan Kliesch (Vechta) aus theologisch-ethischer sowie von Dr. Bernhard Birmes (Quakenbrück) aus medizinisch-ethischer Sicht. Kornelia Bröring (Dinklage) stellt die Perspektive der Hospizarbeit dar.
Urs von Wulfen (Osnabrück) moderiert anschließend ein Rundgespräch. Eric Geier (Lohne) wird die Veranstaltung musikalisch umrahmen. Die Tagung endet mit einer Vigilfeier um 19.00 Uhr in der Klosterkirche Burg Dinklage.
Eingeladen sind alle Interessierten. Die Veranstaltung in der Ökonomie der Burg Dinklage ist kostenfrei. Beginn ist um 15 Uhr. Um eine Spende wird gebeten. Anmeldung und weitere Infos unter mut@kardinal-von-galen-stiftung.de
